Uri - Kleiner Kanton. Grosse Wirkung.
Wenn Bilder auf Reisen gehen und ein Fahrzeug zum Botschafter wird: Für Gisler Transporte hat Uri Tourismus zusammen mit dem Fotografen Kurt Baumann die Faszination der Urner Alpen auf die Strasse gebracht. Der neue LKW zeigt Uri in seiner ganzen Vielfalt – von stillen Bergmomenten bis zu leuchtenden Panoramen. Die Geschichten hinter den Bildern und dem Projekt finden Sie weiter unten.
Zahlen und Fakten zum Lastwagen
Fahrender Botschafter
Seit Herbst 2025
Der Lastwagen ist seit Herbst 2025 unterwegs.
Schweizweit
Der rollende Botschafter ist in der gesamten Schweiz auf der Strasse.
18.75 Meter Uri
Der LKW hat eine Länge von 18.75 Metern.
Winterzauber beim Hüenderegg
Es könnte auch irgendwo in Skandinavien sein – doch diese Szenerie liegt in Uri, auf dem Hüenderegg. In der Nacht fielen die letzten Schneeflocken nach ergiebigen Schneefällen, und am Morgen lag eine lautlose, funkelnde Decke über der Landschaft. Die Kälte biss in die Finger, während die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel beleuchteten. Wer das Alpenglühen am Gitschen und Uri Rotstock da oben erleben will, muss früh aufbrechen. Die Spurarbeit auf den Tourenski war mühsam, doch jeder Schritt lohnte sich. Der frisch verschneite Winterwald, das Knirschen des Schnees, die klare Luft – all das machte den Aufstieg zu einem besonderen Erlebnis. Unterwegs mit der Kamera schärft sich der Blick für Formen, Farben und Licht. Immer wieder offenbaren sich neue Motive, die einen aufs Neue verzaubern. Uri steckt voller solcher Orte – und jeder davon ist eine Einladung, hinauszugehen und das Wunder Uri zu erleben.
Frühlingstraum auf dem Urnerboden
Gelb, gelb, gelb – ein gelber Bergsommer! Die grösste Alp der Schweiz leuchtet in sattem Gelb. Die saftigen Wiesen sind übersät mit «Siiwblüämä» (Löwenzahn), die wie kleine Sonnen das Landschaftsbild prägen. «Sonnenwirbel» werden sie auch treffend genannt. Die Stallungen und Heimetli bei Mättenwang wirken so idyllisch wie vor hundert Jahren – ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben scheint. Ich habe versucht, diesen ruhigen, besonnenen Flecken Erde mit den markanten, alles überragenden Jegerstöcken fotografisch einzufangen. Noch fehlen die Kühe, doch die Weiden sind bereit – der Tisch mit frischen Alpkräutern ist für sie schon gedeckt.
Von links im Bild: Urnerboden mit Läckistock, Rot Nossen, Signalstock und den mächtigen Jegerstöcken.
Himmelsfenster am Oberalpgrat
Von Gitschenen aus wird dieses Felsentor immer wieder bestaunt. Zusammen mit dem markanten Stockzahn bildet es ein charakteristisches Wahrzeichen des Isenthals. Der Oberalpergrat, auf dem es sich befindet, ist wild, steil und unwegsam – ein Grat, der Schwindelfreiheit und Trittsicherheit verlangt. Der Weg über das Felsentor bietet atemberaubende Tiefblicke. Wer diese Eigenschaften nicht mitbringt, stösst beim Aufstieg schnell an seine Grenzen – und spürt die zittrigen Knie. Eine besondere Bergtour für Insider – in einer grandiosen Alpenlandschaft, die ihresgleichen sucht. Das Felsentor selbst ist schwierig einzusehen. Um das Loch im Fels in seiner ganzen Form mit der Gebirgswelt zu erfassen, habe ich meinen «Helikopter» eingesetzt. Die Sicht aus der Adlerperspektive ermöglicht den idealen Blick auf dieses Naturwunder. Im Winter scheint die Sonne durch das Tor direkt auf die Kapelle von Gitschenen. Im Hintergrund erheben sich unter anderem der Uri Rotstock, der Brunnistock, der Blackenstock, der Wyssigstock und der Engelberger Rotstock – ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst.
Morgenfeuer am Hüfigletscher
Der Hüfigletscher, der sich von der Clariden- über die Planura- bis zur Hüfihütte SAC erstreckt, zählt flächenmässig zu den grössten Gletschern der Schweiz. Eine fantastische Eiswelt, die wir als Dreierseilschaft in drei Tagen durchquerten – ein eindrückliches Abenteuer in hochalpiner Umgebung. Unsere Tour begann mit dem Aufstieg zum Gemsfairenstock und führte anschliessend hinunter zur Claridenhütte. Am zweiten Tag ging es weiter durch das wilde Spaltenlabyrinth zum nächsten Etappenziel: der Planurahütte. Mit 2940 m ü. M. ist sie die höchstgelegene SAC-Hütte der Ostalpen. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang an diesem spektakulären Ort sind Erlebnisse für sich – stille, erhabene Momente inmitten einer grandiosen Gletscherwelt. Beim Anmarsch über den Claridengletscher betritt man den Kamm eines riesigen Windkessels und spürt die Dimensionen hautnah: fast ein Kilometer lang, rund 600 m im Durchmesser und geschätzte 60–70 m tief – der grösste Windkessel Europas. Am dritten Tag führte uns der Weg weiter zur Hüfihütte und schliesslich hinunter ins tief unten liegende Maderanertal, bis nach Bristen. Von 2940 m auf etwa 770 m ü. M. – rund 2200 Höhenmeter Abstieg. Mein Schrittzähler zeigte am Ende über 45 000 Schritte an.
Im Panorama von links: Clariden, Claridenhorn, Bocktschingel, Hinter Spitzalpelistock – eine eindrückliche Kulisse aus Eis und Fels.
Vollmond über dem Niederbauen
Wieder einmal stand eine Verabredung mit dem Mond bevor – und diesmal hat er mich nicht versetzt. Schon seit Tagen trug ich die Bildidee im Kopf und wusste genau, wo und wie ich ihn einfangen wollte. Doch Theorie und Praxis liegen in den Bergen oft weit auseinander. Heute war es wohl der kälteste Tag des Winters. Bereits um fünf Uhr war Tagwache, um sechs stapfte ich durch den Schnee bergauf. Die Kälte biss in die Finger, doch die Bewegung wärmte, während ich meinen Standort anpeilte. Oben angekommen hiess es warten – fast eine Stunde lang, die Hände klamm am Stativ, während sich der Hochnebel langsam um den Niederbauen schmiegte. Dann, endlich, passte alles: das Nebelmeer, der gelb leuchtende Vollmond, der über dem Berg unterging und sich sanft in die tiefblaue Stunde bettete. Ein stiller, magischer Moment – und jede Mühe wert. Dieses Rendez-vous mit dem kalten Planeten war ein Geschenk. Und ich weiss schon jetzt: Es wird nicht das letzte gewesen sein.
Der Mann hinter den Bildern
Fleissig in der Urner Bergwelt unterwegs
Kleiner Kanton. Grosse Wirkung
Die grossartige Urner Bergwelt für Zuhause!
Ob auf der Strasse oder an der Wand – Kurt Baumanns Bilder zeigen die Urner Alpen von ihrer schönsten Seite. Der Kalender wird jedes Jahr neu produziert.